Exit Readiness beginnt nicht mit Zahlen – sondern mit Menschen.
Viele Investoren sprechen über Exit Readiness in Kategorien wie Reporting, Prozesse oder Equity Story.
Das ist richtig – aber unvollständig.
Eine aktuelle Studie von Grant Thornton zeigt:
Exit Readiness wird zunehmend als kontinuierlicher Wertsteigerungsprozess über die gesamte Haltedauer verstanden – nicht als kurzfristige Vorbereitung vor dem Verkauf.
Trotzdem entsteht in der Praxis häufig eine Lücke:
Unternehmen halten sich für „exit ready“.
Käufer sehen das deutlich kritischer.
59 % der Investoren sagen, Zielunternehmen seien selten wirklich exit ready.
Ein häufiger Grund: unklare Verantwortlichkeiten und schwaches Management-Setup.
💡 Der unterschätzte Hebel: der Unternehmenswert Mensch
Exit Readiness entsteht nicht nur durch saubere Zahlen oder einen Datenraum.
Sie entsteht durch Menschen, die:
Verantwortung übernehmen
eine glaubwürdige Equity Story tragen
Veränderung umsetzen
Vertrauen bei Käufern erzeugen
Ein Unternehmen ist erst dann wirklich exit ready, wenn das Management den Wertbeitrag glaubwürdig fortführen kann.
Genau hier entscheidet sich häufig, ob ein Exit gelingt – oder ob Käufer Risikoabschläge verlangen.
📌 Drei Fragen für Käufer in der Exit-Readiness-Prüfung
1️⃣ Ist das Management in der Lage, die Equity Story auch nach dem Exit zu tragen?
2️⃣ Sind Schlüsselpersonen identifiziert, gebunden und klar in Verantwortung?
3️⃣ Gibt es eine belastbare zweite Führungsebene – oder hängt alles an Einzelpersonen?
Wenn diese Fragen unbeantwortet bleiben, entsteht Unsicherheit.
Und Unsicherheit reduziert Unternehmenswert.
Jean-Claude Baumer, omegaconsulting Geschäftsführer, bringt auf den Punkt: „Exit Readiness bedeutet nicht nur: ‚Sind unsere Unterlagen bereit?‘
Die entscheidendere Frage lautet: Ist das Unternehmen auch ohne die bisherigen Eigentümer wirklich führungsfähig?“


